ernährung bei arthrose

Möchten Sie mit einer Gelenkerkrankung wie Arthrose oder Arthritis abnehmen, dann sollten Sie auf das Fett in den Nahrungsmitteln ein besonders großes Augenmerk legen. Zum einen nehmen Sie bei zu viel Fett eher zu als ab und zum anderen ist Fett bekanntlich schädlich für unsere Gelenke. Doch vor allem bei einer entzündlichen Arthrose Erkrankung ist es entscheidend, welche Fette Sie zu sich nehmen. Fettsäuren können nämlich auf das Entzündungsgeschehen eingreifen – demnach ist Fett eben nicht gleich Fett.

Abnehmen bei Arthrose – die richtige Menge an Fett ist das A und O für Ihren Erfolg

Fette zählen neben Kohlenhydraten und Eiweißen zu unseren Hauptnährstoffen. Sie enthalten rund 9 Kilokalorien pro Gramm und liefern somit am meisten Energie. In unserem Organismus dienen Fette zudem als Transportmittel für die wichtigsten fettlöslichen Vitamine A,D,E und K. Ebenso kommen sie als Geschmacksträger zum Einsatz. Aufgrund der hohen Kalorienanzahl ist es wichtig und sinnvoll, beim Verzehren von Fett vorsichtig zu sein, um eine Gewichtsreduktion zu erzielen. Machen Sie sich daher unbedingt frei von dem Gedanken, dass Speisen nur mit viel Fett gut schmecken. Auch fettarme Gerichte können besonders köstlich sein. Doch wie sparen Sie im Alltag Fett ein? Möchten Sie es versuchen, dann beherzigen Sie unbedingt unsere nachfolgenden Tipps:

  • Obst und Gemüse sollten täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. Sie enthalten wenig bis gar kein Fett und liefern zugleich zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Letzteres hat eine besonders gute Wirkung auf unsere Gelenkgesundheit. Achtung: Avocados sind reich an Fetten, doch hierbei handelt es sich um gesunde Fette.
  • Wenn Sie sich gerne Salat zubereiten, dann können Sie sich die hierfür notwendigen Salatsoßen mit wenig Öl, saurer Sahne oder fettarmen Joghurt zubereiten.
  • Magere und Fettarme Fleisch- sowie Wurstsorten wie beispielweise gekochter Schinken, Rinderhüfte, Putenbrustaufschnitt, Geflügel ohne Haut, fettarme Käsevarianten, Milch und Milchprodukte liefern nicht nur weniger Fett, sondern auch weniger Kalorien. Zudem enthält tierisches Fett häufig hohe Mengen an entzündungsfördernden Arachidonsäuren. Daher sollten Sie im Rahmen einer gesunden Arthrose Diät diesen Punkt besonders beherzigen.
  • Achte unbedingt auf versteckte Fette in Fertigsuppen, Fertigsoßen und Fertiggerichten. Werfen Sie am besten einen Blick auf die Produktverpackung, denn hier befinden sich die wichtigsten Fettgehaltangaben. Achtung: Bitte nehmen Sie nicht mehr als 30 Prozent der Energie über Fett auf.
  • Greife zu Pflanzenmargarine aus ungehärtetem Fett mit einem hohen Raps- oder Olivenöl-Anteil. Aufgrund der weichen Konsistenz schmieren Sie deutlich weniger Margarine als Butter auf Ihr Brot. Schließlich ist Butter aus dem Kühlschrank ganz schön hart. Zudem liefern Raps- und Olivenöl wertvolle Fettsäuren, während Sie beim Verzicht von Butter weniger von der schädlichen Arachidonsäure zu sich nehmen. Gut für Ihre Gelenkgesundheit.
  • Statt Margarine können Sie sich Brötchen auch mit fettarmen Frischkäse, Tomatenmark oder Senf bestreichen.
  • Beim Braten und Kochen sollten Sie Fett nur sehr sparsam verwenden. Am besten greifen Sie auf beschichtete Pfannen zurück.
  • Reduzieren Sie das Essen zwischendurch. Anstatt eines ganzen Riegels Schokolade greifen Sie lieber genüsslich zu einem kleinen Stück Schokolade. Bevorzugen Sie Hefe- oder Biskuitkuchen anstatt Creme- und Sahnetorten. Möchten Sie unschöne Heißhungerattacken vermeiden, dann sollten Sie Süßspeisen direkt nach einer Hauptmahlzeit essen.

Fettqualität – durch gesunde Fette zu einer besseren Gelenkgesundheit

Fette sind reich an Fettsäuren. Im menschlichen Stoffwechsel werden diese Grundbausteine in Form von Zellmembranen, Hormonen und Nervenzellen gebraucht. Kein Wunder also, dass die Art der Fettzufuhr so wichtig für unsere Gesundheit ist. Sie können dabei zwischen einfach ungesättigten, mehrfach ungesättigten und gesättigten Fettsäuren unterscheiden. Wir zeigen Ihnen was es damit auf sich hat:

  • Gesättigte Fettsäuren kommen überwiegend in tierischen Lebensmitteln vor. Den Anteil an gesättigten Fettsäuren sollten Sie möglichst gering halten, denn sie erhöhen das Risiko für gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Verspeise daher nur eine geringe Menge an Fleisch- und Wurstwaren, vollfetten Käsesorten, Butter, Vollmilch und anderen Vollmilchprodukten. Auch von Kokos- und Palmfett sollten Sie besser Abstand halten.
  • Ersetzen Sie die eben erwähnten gesättigten Fettsäuren beim Kochen und Naschen durch einfach ungesättigte Fettsäuren. Das wirkt sich positiv auf Ihren Cholesterinstoffwechsel aus und senkt zugleich auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen. Besonders gut geeignet sind Avocados, Pistazien, Mandeln, Oliven- und Rapsöl. Beim Anbraten können Sie beispielsweise statt der Butter einfach einen Schuss Rapsöl verwenden und statt des Sahnedressings für Ihren Salat bereiten Sie sich einfach ein Dressing mit Olivenöl zu.
  • Die wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese sind für eine ausgewogene Ernährung bei Arthrose von wichtiger Bedeutung. Während Omega-6-Fettsäuren Entzündungsvorgänge in Ihrem Körper fördern können, sorgen Omega-3-Fettsäuren für eine Abschwächung dieses Vorgangs. Genau aus diesem Grund sind vor allem Omega-3-Fettsäuren bei der Behandlung von Arthrose besonders bedeutend. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren befinden sich überwiegend in Walnüssen, fettreichen Kaltwasserfischen, Raps- und Leinöl. Leinöl sollten Sie allerdings nur für die kalte Küche verwenden, ebenso wie kaltgepresste Rapsöle. Beides eignet sich nicht zum Erhitzen bei hohen Temperaturen. Ein raffiniertes Rapsöl hingegen kann aber gut zum Braten verwendet werden.

Quellen Bilder
© Kzenon / Fotolia

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