radfahren arthrose

Der Frühling ist im vollen Gange, die Sommerzeit naht und lästige Schneeschauer sind für die nächsten Monate Vergangenheit – die perfekte Jahreszeit zum Radfahren hat begonnen! Warum? Ganz einfach – Schnee und Eis sind verschwunden, die Straßen sind wieder trocken und frei. Aber auch die Außentemperaturen sind weder zu niedrig noch zu hoch – im Grunde genommen die perfekten Bedingungen für eine ausgiebige Fahrradtour.

Allerdings sollten Sie sich bewusst msein, dass es auch in den kalten Wintermonaten zahlreiche Möglichkeiten gibt, um Fahrrad zu fahren. Hier bieten sich zum Beispiel praktische Hometrainer für die eigenen vier Wände oder aber das Fitnessstudio an. Eines ist sicher: Auch der kalte Winter muss kein Hinderungsgrund sein, um auf das Fahrrad zu steigen!

Nicht nur gesunde, sondern auch Arthrose betroffene Menschen profitieren von regelmäßigen Fahrradtouren – hierbei können die Gelenke bestmöglich trainiert werden, ohne diese zu überlasten. Vor allem Radfahren stellt im Vergleich zu anderen Sportarten wie zum Beispiel Joggen eine deutlich geringere Belastung für Ihre Gelenke dar. Sie können sich also getrost auf Ihr Fahrrad schwingen und los trainieren, ohne dabei Ihre Gelenke zu belasten und die Arthrose Erkrankung zu verschlimmern. Sport stellt eine der wichtigsten Therapieoptionen bei der Arthrose Behandlung dar. Das liegt nicht nur an der Freisetzung von natürlichen Schmerzmitteln (Endorphine), sondern auch daran, dass Sie sportliche Aktivitäten wie Radfahren fit und gesund halten. Ohne Sport wären nicht nur unsere Gelenke steifer, sondern auch wir deutlich schwerer und je schwerer wir sind, desto mehr Gewicht lastet auf unseren betroffenen Gelenken – das wiederum bedeutet mehr Schmerzen! In den nachfolgenden Zeilen verraten wir Ihnen alles Wichtige rund um das Fahrradfahren bei Arthrose.

So holen Sie das Maximum aus Ihrer Fahrradtour heraus!

Damit Sie Ihre bevorstehende Radtour optimal genießen können, sollten Sie einige grundlegende Dinge berücksichtigen. Hierzu zähle:

  • Die Sattelhöhe: Wichtig ist, dass Sie das Pedal mit Ihrer Ferse leicht erreichen können. Ist der Sattel zu niedrig eingestellt, sind Ihre Beine unangenehm gebeugt und der notwendige Kraftaufwand ist zu hoch. Wenn der Fahrradsattel hingegen zu hoch eingestellt ist, dann werden nicht nur Ihre Knie überdehnt, sondern auch zu viel Belastung auf Ihre Achillessehnen ausgeübt.
  • Die Lenkstangenhöhe: Hier sollten Sie darauf achten, dass der Lenker höher als der Sattel eingestellt ist. Sie sollten aufrecht und bequem sitzen können.
  • Angepasster Lenker: Wenn auch Ihre Handgelenke von Arthrose betroffen sind, dann sollten Sie unbedingt über einen speziellen Fahrradlenker mit einer leicht zu bedienenden Gangschaltung verfügen.
  • Das optimale Tempo: Am besten achten Sie auf einen schnellen Trittrhythmus mit wenig Kraftaufwand. Diesen Effekt erzielen Sie mit einem niedrigen Gang.
  • Schmerzfreier oder schmerzarmer Start: Wie bei jeder anderen sportlichen Aktivität sollten Sie keinesfalls gegen die bestehenden Schmerzen ankämpfen. Es ist daher äußerst wichtig, dass Sie eine Radtour in einer schmerzfreien oder schmerzarmen Phase beginnen. Alles andere wäre kontraproduktiv!

Die richtige Ausrüstung ist das A und O!

Eine gelenkfreundliche Fahrradtour will optimal vorbereitet sein. Stellen Sie daher unbedingt sicher, dass Sie über eine angemessene Ausrüstung verfügen, um Ihren Ausflug an der frischen Luft in vollen Zügen genießen zu können.

Beginnen Sie mit den Vorbereitungen Ihres Fahrrades:

Nicht nur die oben erwähnten Einstellungen sind von wichtiger Bedeutung, sondern auch die nachfolgenden Punkte:

  • Prüfen Sie die Lichter an Ihrem Fahrrad – sind diese ordnungsgemäß angebracht und funktionieren einwandfrei?
  • Prüfen Sie die Bremsen an Ihrem Fahrrad: Ist eine sichere Funktion gegeben und können diese auch bei höheren Geschwindigkeiten ausreichend greifen?
  • Fetten Sie die Fahrradkette ein und überprüfen Sie die einzelnen Gänge: Funktioniert die Fahrradkette in allen einzelnen Gängen gut?
  • Überprüfen Sie die Fahrradreifen: Sind diese ausreichend aufgepumpt? Am besten nehmen Sie ein kleines Notfallkit mit Luftpumpe, Reparaturset und Werkzeug mit.
  • Ebenso sollten Sie einen kompakten Erste-Hilfe-Kasten sowie reichlich Proviant mit auf Ihre Fahrradtour nehmen, denn Sport macht hungrig und durstig.

Welche Kleidung eignet sich für eine Radtour?

Beim Fahrradfahren sollten Sie stets bequeme und wetterfeste Kleidung tragen. Im Optimalfall setzen Sie auf mehrere Schichten, denn so kannst Sie je nach Bedarf Kleidungsstücke an- oder ausziehen, wenn Ihnen zu kalt oder zu warm ist. Bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa bei Radtouren in den frühen Morgen- oder in den späten Abendstunden, sollten Sie auf helle Kleidung achten, denn nur so können Sie auch andere Verkehrsteilnehmer sehen. Bitte achten Sie auf eine ausreichende Beleuchtung an Ihrem Fahrrad.

Die Auswahl einer geeigneten Route

Vor allem Arthrose betroffene Menschen sollten ihre Route bereits im Voraus gut planen, denn schließlich ist es wichtig sicherzustellen, ob die jeweilige Route für die Art der bestehenden Arthrose Erkrankung, das eigene Radfahrniveau und die Fitness sowie die Ausrüstung geeignet ist. Im Internet gibt es eine Vielzahl fertiger Routenvorschläge, sodass auch Sie schnell fündig werden. Bei der Auswahl Ihrer Route sollten Sie zu Beginn mit einer kurzen und entspannten Route starten. Im Anschluss können Sie Ihre Touren nach und nach ausweiten.

Bildquelle: © Bernd Leitner / AdobeStock

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