Arthrose sorgt häufig für einen unangenehmen, dumpfen und tiefen Schmerz in den betroffenen Gelenken. Häufig kommt es auch zu einem Steifheitsgefühl, einer verminderten Beweglichkeit und Schwellungen. Auch Rötungen sind bei akuten Gelenkschmerzen keine Seltenheit. Grundsätzlich gilt zu wissen, dass Schmerzen in den Gelenken oftmals ein Hinweis auf eine Entzündung im betroffenen Areal sind. Durch eine Minderbeweglichkeit oder Überlastung des Gelenks werden die gelenkumgebenen Strukturen gereizt – Folge hieraus ist die Entwicklung entzündlicher Prozesse. Dehnübungen können dabei helfen, die Arthrose bedingten Gelenkschmerzen zu lindern. Sie fördern nicht nur die Durchblutung, sondern helfen zugleich auch dabei entzündliche Stoffe schneller abzutransportieren und den Stoffwechsel zu erhöhen. Aber auch die Ernährung spielt in dieser Thematik eine wichtige Rolle, denn sie hat eine starken Einfluss auf unsere Gelenke. Es gibt eine Vielzahl entzündungshemmender Lebensmittel, wie beispielsweise Kurkuma, Knoblauch und Ingwer. Es gibt allerdings auch sogenannte Tabu-Lebensmittel, die bei einer akuten Arthrose Erkrankung unbedingt gemieden werden sollten, denn sie können Schmerzen auslösen und verstärken. Leiden Sie also unter Gelenkschmerzen oder einer Arthrose Erkrankung, dann sollten Sie auf bestimmte Lebensmittel besser verzichten – wir verraten Ihnen welche!

Tabu-Lebensmittel Nr. 1: Rotes und verarbeitetes Fleisch

Rotes sowie verarbeitetes Fleisch ist reich an Nitrite und Purine. Diese beiden Stoffe können nicht nur Entzündungen, sondern auch Schmerzen im Körper verursachen. Werden derartige Fleischsorten stark erhitzt, gegrillt oder gar frittiert, dann entwickeln sich unteranderem auch sogenannte Toxine Advanced Glycation Endproducts, kurz auch AGE genannt. Diese beschädigen bestimmte Proteine in unserem Körper und sorgen für die Entwicklung entzündlicher Prozesse. Bei einer akuten Arthrose sollten Fleisch, Wurst und andere stark erhitzte Lebensmittel im Optimalfall durch frisches Obst und Gemüse ersetzt werden. Obst und Gemüse liefern eine Vielzahl von Antioxidantien – diese schützen unseren Körper vor freien Radikalen und wirken zugleich auch entzündungshemmend.

Tabu-Lebensmittel Nr. 2: Milchprodukte

Weil Milchprodukte reich an Casein sind, sollten sie besser gemieden werden. Warum? Ganz einfach – Casein reizt das Gewebe um die Gelenke und verursacht häufig Entzündungen sowie Schmerzen – Bei einer Arthrose Entzündung ist Casein daher alles andere als produktiv! Auch die gesättigten Fettsäuren in Milchprodukten wie zum Beispiel Butter und Käse können unangenehme Entzündungen und Schmerzen auslösen. Gerade pasteurisierte Milchprodukte sollten bei Arthrose besser gemieden werden, greife stattdessen besser zu einer Milchalternative wie Nuss-, Mandel, Kokos-, Haselnuss- oder Hafermilch.

Tabu-Lebensmittel Nr. 3: Raffiniertes Getreide und raffinierter Zucker

Raffinierter Zucker, raffiniertes Getreide und Mehl sorgen für eine erhöhte Produktion der obenerwähnten AEGs, die im schlimmsten Fall zu unangenehmen Entzündungen führen. Zucker bringt einen weiteren Nachteil mit sich, denn er fördert im Körper auch die Freisetzung von Immunsystem unterstützenden Zytokinen. Diese verstärken unseren Schmerz und die im Körper vorhandene Entzündungsreaktion. Leidest Du unter Arthrose bedingten Gelenkschmerzen, dann sollten Sie auf gesüßte Lebensmittel und Getränke, wie zum Beispiel gesüßte Fruchtsäfte, Softdrinks, Diät-Limonaden, Bonbons, Süßigkeiten, fertige Salatdressings, Fertiggerichte, Chips und süße Gebäckvariationen besser verzichten. Auch Weißbrot, Weizennudeln und hellen Reis sollten Sie weitestgehend meiden – greifen Sie stattdessen lieber zu hochwertigen Vollkornprodukten.

Tabu-Lebensmittel Nr. 4: Molkeproteinprodukte

Im Volksmund spricht man hier auch von sogenannten Whey Protein Produkten. Bedauerlicherweise enthalten diese eine große Menge Gluten und Casein – beides kann im Körper Entzündungen und Schmerzen verursachen. Häufig werden Gelenkschmerzen durch diese Bestandteile sogar verstärkt. Casein gilt dabei als eine Art Protein und fördert die Produktion von Harnsäure. Befindet sich zu viel Harnsäure in unserem Körper, dann sind häufig Entzündungen, Gelenkschmerzen und Gicht die Folge. Halte Ausschau nach natürlichen Alternativen zu Molkeproteinprodukten. Hierzu zählen zum Beispiel Reis-, Hanfsamen- und Erbsenproteine. Aber auch Bohnen, Samen und Nüsse sind reich an gesunden Proteinen.

Tabu-Lebensmittel Nr. 5: Bier

Bier ist reich an Purin – dieser Zusatzstoff wird in unserem Körper in Harnsäure umgewandelt und verursacht in Folge dessen unangenehme Entzündungen. Zudem enthält Bier neben Gluten auch Giftstoffe, die dem Körper schaden und Gelenkschmerzen verursachen können. Natürlich betrifft dies im Grunde genommen auch alle anderen alkoholischen Getränke, denn sie haben alle etwas gemeinsam: Sie können das Risiko von Gelenkschmerzen, Gicht und Arthrose erhöhen.

Tabu-Lebensmittel Nr. 6: Raffinierte Salze

Raffiniertes Salz kennen wir auch unter dem Namen „Kochsalz“. Es hat einen negativen Einfluss auf unseren Körper, denn es enthält eine Vielzahl von Zusatzstoffen und Chemikalien. All diese negativen Bestandteile stören den Flüssigkeitsaustausch im Körper und reduzieren den Calciumgehalt in den Knochen. Anstelle von herkömmlichen Kochsalz sollten Sie daher besser Meer- oder Himalaya Salz verwenden. Auch zahlreiche gefrorene sowie verarbeitete Lebensmittel enthalten Kochsalz und sollten daher besser vermieden werden.

Tabu-Lebensmittel Nr. 7: Mais-, Sonnenblumen- und Erdnussöl

Derartige Öle mögen zwar gesund sein, da sie reich an den für unseren Körper wichtigen Omega-6-Fettsäuren sind, doch ein Übermaß kann entzündliche Prozesse verstärken. Ebenso kann ein Übermaß dafür sorgen, dass der Körper entzündungsfördernde Chemikalien produziert. Bei Arthrose bedingten Gelenkschmerzen sollten Lebensmittel mit einer Vielzahl von Omega-6-Fettsäuren unbedingt reduziert werden. Stattdessen können Sie mehr Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren in Ihre Ernährung integrieren. Omega-3-Fettsäuren sind in Olivenöl, Leinsamen, Nüssen sowie Kürbiskernen enthalten und wirken entzündungshemmend.

Unser Fazit: Gesundheit ist köstlich!

Gesunde Lebensmittel in unseren Alltag zu integrieren ist einfacher, als man vielleicht annehmen mag. Die Kombination aus gesunden, nährstoffreichen und leckeren Lebensmitteln beleben den Alltag, sorgen für mehr Energie und bereiten uns Freude beim Essen. Schließlich soll Essen nicht nur gesund sein, sondern zugleich auch schmecken, Kraft schenken und glücklich machen.

Bildquelle: © Robert Kneschke / Fotolia

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